IDENTITÄT

Stiftung Kunst und Kultur Region Basel

Die ehemalige «Stiftung Kunst- und Kulturzentrum Littau» war im Jahr 2007 durch den Unternehmer und Kunstförderer/Mäzen Hermann Alexander Beyeler (geb. 1952) in Luzern gegründet worden. Am 15. Dezember 2015 dislozierte der Stifter die gesamte Institution in den Kanton Basel Landschaft auf das ehemalige Areal der Buss AG *)

An gleicher Adresse betreibt der Stifter seit 2012 auf 1’100 m2 die kantonsweit zweitgrösste Fläche für bildende Kunst, kombiniert mit Musikveranstaltungen. Nebst Kauf und Verkauf von Kunstwerken bewirtschaftet Hermann Alexander Beyeler auch die eigene Bildersammlung «Beyeler-Collection».

Die vollzogene Namensänderung der Stiftung steht nicht nur für den Wechsel von Domizil und Wirkungsstätte in der Region Basel, sondern auch für die Arbeit mit regionalen Kunstschaffenden und Institutionen.

Die Programmatik und Absicht der Biennale Pratteln, nämlich Förderung von Kunstschaffenden der Region Basel, steht im Einklang mit dem Zweck der Stiftung, welche der Kontrolle des Kantons Basel-Landschaft untersteht.

Die seit 15 Jahren anhaltende Entwicklung des Buss-Areals sowie die kulturellen Initiativen des Stifters inklusive der Biennale Pratteln haben in einvernehmlicher Absprache mit den Gemeindebehörden Pratteln stattgefunden.

*) Der Stifter Hermann Alexander Beyeler kaufte im Jahr 2001 das Areal des damals mehr als 100jährigen Stahlbaukonzerns Buss AG in Pratteln sowie 2015 das angrenzende WASA- Areal. Mit seiner Buss Immobilien + Service AG hat der Stifter das Areal zum neuen Domizil von rund 50 Unternehmen entwickelt, worauf bereits mehr als 1’000 ArbeitnehmerInnen beschäftigt sind.

Die Biennale Pratteln vergibt pro Kunstsparte (Bilder, Skulpturen, Installation und Video) je einen Förderpreis in der Höhe von je 2’000 Franken. Zuständig für die Vergabe ist die Jury.

Die Biennale katalysiert das Gesamtabbild und Dauerschaufenster der Künstlerszene und ihrem Schaffen in der Region Basel.

Unabhängig von Politik und finanzieller Etagenhöhe, unabhängig von Nationaität und Halbkantonszugehörigkeit.

Die Kunstschaffenden der Region und ihre Werke werden aufgewertet und gegenüber Branche, Handel, Medien und Interessierten ins Schaufenster gerückt - und international konkurrenzfähiger.

Die zahlreichen Executives haben an einem prominenten Ort des internationalen Kunsthandels einen formatierten Beschaffungsmarkt.

Organisation Biennale Pratteln

Hermann Beyeler

Mitglied Geschäftsleitung
Präsident Trägerschaft

Franco Fornara

Mitglied Geschäftsleitung
Kurator, Ausstellungsmacher

Willy Surbeck

Direktor
Mitglied der Geschäftsleitung

Die Geschichte der Biennale Pratteln

Erstmals legt die Familie Beyeler offen, welche alte Geschichte sie nach Pratteln brachte. Hans Beyeler (69), ältester Bruder des Galeriebesitzers brach das Schweigen. Es habe im Jahr 1943, im Krieg begonnen. Hans Beyeler aus Luzern, der Vater von Hermann Beyeler, stand als Schweizer Soldat in Basel an der Grenze zu Deutschland. Beim Badischen Bahnhof Basel musste er Transporte von Gütern und Passagieren kontrollieren. In einem abgeriegelten, aus Italien durch die Schweiz gerollten Eisenbahnwagen vernahm er nachts das Wimmern von Menschen. Illegal unter erheblichem Risiko brach er mit einem Dienstkameraden die Holzwand des deutschen Güterwagens auf. Die Eingeschlossenen waren Zwangsdeportierte. Unter ihnen die polnische Adelige Helena Lisiscka. Die schöne Polin war die erste, die sich aus dem deutschen Gefangenentrasport befreite. Statt nur in die Freiheit, begab sie sich in die Armee des Soldaten Hans Beyeler und wurde seine Ehefrau. Helena Lisiscka wurde Mutter von Hermann Alexander Beyeler.

«Die Geschichte stimmt. Basel wurde deshalb Teil meiner Familiengeschichte und das Tor zur Welt», bestätigt Hermann Beyeler auf Anfrage. Damit  sei im Jahr 2001 sein Entscheid der Familie, das Industrieareal des stillgelegten Stahlkonzern Buss AG zu kaufen, erheblich leichter gefallen. Beyeler entwickelte inzwischen nicht nur neue Domizile für 50 Firmen, welche hier 1’000 Arbeitsplätze betreiben. Auch hat er seinen seinen persönlichen Besitz von 745 inventarisierten Gemälden nach Pratteln gebracht und Ausstellungsfacilitäten gebaut. Das war der Beginn der Galerie Hermann Alexander Beyeler.